Ernährung

 

 

Zur Ernährung des Hundes

von Swanie Simon

 

Die Ernährung ist wahrscheinlich das wichtigste Standbein einer guten Gesundheit. Leider haben die meisten Hundebesitzer die Verantwortung für die Ernährung Ihres Hundes an die Tierfutterhersteller abgegeben. Es ist bequemer und einfacher, einen Sack Futter zu kaufen und den Angaben des Herstellers zu glauben, als sich eingehend mit dem Thema Ernährung zu beschäftigen.

Das Ergebnis der Fütterung von dieser auf Getreide basiertem Nahrung wird immer deutlicher durch den enormen Zuwachs an Krankheiten in unsere Hundepopulation. Krebs, Allergien, Pankreatitis, Pankreas Insuffizienz, Hautprobleme, Nieren- und Lebererkrankungen, Immunschwächen, Fruchtbarkeits- und Wachstumsstörungen sind alles Krankheiten die immer häufiger auftreten und sich nicht so einfach mit dem Wort „Überzüchtung“ erklären lassen.

Ein Organismus braucht mindestens 10.000 Jahre um sich auf eine totale Ernährungsveränderung umzustellen. Um sich auf Fertigfutter umzustellen hatte der Hund ca. 60 Jahre. In diesen 60 Jahren hat sich der allgemeine Gesundheitszustand unserer Hunde drastisch verschlechtert. Dieses hängt UNBEDINGT mit der schlechten Ernährung zusammen.

Viele Tierärzte, Züchter und Hundebesitzer sind heute der Meinung, dass Fertigfutter eines der Hauptverursacher eines schlechten Gesundheitszustandes ist und suchen zunehmend nach Alternativen zu Fertigfutterprodukten. Eines dieser Alternativen, die mittlerweile Befürworter in der ganzen Welt gefunden hat, ist die sogenannte BARF Ernährung.

 

BARF – was ist das?

Das Akronym BARF wurde zuerst von der Amerikanerin Debbie Tripp genutzt um die Leute zu bezeichnen, die ihre Hunde mit rohem, frischem Futter ernähren und um das Futter selber zu bezeichnen. In diesem Fall bedeutete das Akronym BARF Born Again Raw Feeders (Neu geborene Rohfütterer) oder Bones And Raw Foods (Knochen und rohe Nahrungsmittel).
Dieses Akronym wurde dann von Anhängern des Diätes von Dr. Ian Billinghurst, ein Australischer Tierarzt und Autor des Buches, „Give Your Dog a Bone“, übernommen und bedeutet heutzutage für die meisten einen Billinghurst-Diät.

Später wurde dem Akronym noch die Bedeutung „Biologically Appropriate Raw Foods“ (biologisch geeignete rohe Nahrungsmittel)  gegeben. Das witzige an diesem Begriff ist dass BARF in Umgangsenglisch auch Erbrechen bedeutet, was für einige Neueinsteiger bei dem Hantieren mit rohem Fleisch, Pansen und Innerein sicherlich ein etwas gequältes Lächeln hervorbringen wird.

Ich habe BARF übersetzt in Biologisches, Artgerechtes, Rohes Futter, damit es in Deutsch auch verständlich ist. Da das Akronym BARF viele verschiedene Sachen für viele verschiedene Leute bedeutet, muss ich kurz erläutern, dass es für mich einfach ein Begriff für Rohfütterung ist, und nicht einen bestimmten Diätplan bezeichnen soll.

Somit ist BARF (Biologisches, Artgerechtes, Rohes Futter) ein Begriff der Futter beschreibt, dass aus frischen Zutaten vom Hundebesitzer selber zusammengestellt wird und roh verfüttert wird. Hierbei versucht man soweit wie möglich, die Ernährung eines wild lebenden Kaniden, wie zum Beispiel die des Wolfes, zu imitieren.

 

Fertigfutter – was ist das?

Ich denke den wenigsten Leuten ist es bekannt was alles für “leckere” Sachen in diesen Säcken sind. Von den Chemikalien, Konservierungsmitteln und Geschmacksverstärkern wissen schon viele und es gibt inzwischen auch viele Marken die angeblich ohne diese Schadstoffe auskommen.  Wie ihr Futter trotzdem mindestens ein Jahr haltbar sein kann erklären sie nicht. Fakt ist, dass die Hundefutterhersteller ihre Grundsubstanzen so einkaufen, dass die Konservierungsstoffe schon enthalten sind und sie dadurch, dass sie in ihrer eigenen Herstellungen keine Zusatzstoffe hinzufügen es auch nicht deklarieren müssen. Einfach ausgedrückt; wenn auf einem Hundefuttersack steht „keine Zusatzstoffe“ heißt es lediglich, dass der Hersteller bei seiner Verarbeitung keine Zusatzstoffe hinzugefügt hat; hat er aber seine Tier- Fleisch- und Getreidemehle inklusive Konservierungsstoffe eingekauft, darf er diese Behauptung machen. 

Problematisch ist auch die Undurchsichtigkeit der Herkunft und der Qualität der einzelnen Zutaten. Dazu muss man erst verstehen was alles erlaubt ist unter Begriffen wie  "Tierische Nebenprodukte" , "Geflügelfleischmehl", „Trockenschnitzel",  "Fischmehl" oder "Knochenmehl".  

Folgend einige Tierkörperteile die auch in den besten Hundefuttermarken landen: Hühner: Füße, Schnabel, Federn, Kot; Rinder: Blut, Fell, Hufe, Hoden, Kot, Urin; dazu der Abfall von Getreidemühlen und Gemüseverarbeitungsfabriken . Füße, Hufe, Schnäbel, Federn usw. enthalten hohe Mengen an Stickstoff, der in der Rohproteinberechnung als Protein-Stickstoff (eigentlich stammt er aus dem Horn von Schnabel und Krallen und nicht aus einem Protein) in die Analyse eingeht und so den Rohproteinwert des Futtermittels erhöht, jedoch vom Hund nur schwer verdaut und kaum verwertet werden kann.  

Alle Hundefuttersorten bestehen zum größten Teil (60-90%) aus Getreide, was man in der Analyse umgeht in dem man die Getreidesorten einzeln auflistet. So ist es möglich Fleischmehl als erste Zutat zu listen, obwohl zusammengerechnet die Haupt-Zutat gemischtes Getreide ist. 

Vitamine, Enzyme, Aminosäuren und essentielle Fettsäuren werden zerstört, verändert oder beschädigt durch die Hitzeverarbeitung bei der Herstellung, viele Narkosemittel und Medikamente jedoch nicht. Untersucht auf diese Substanzen wird das Futter jedoch nicht. Schon mal überlegt wo die Kadaver vieler unserer verstorbenen Allerliebsten landen? Antwort - Knochen- und Fleischmehl!
Dazu kommt, dass die Abdeckerein sich oft nicht die Zeit nehmen Flohhalsbänder von verstorben, verendet oder eingeschläferten Tieren oder die Plastikverpackungen von abgelaufenem Supermarkt Fleisch zu entfernen, bevor diese zu Knochen- oder Fleischmehl verarbeitet werden.

Gerne verwendet man auch Füllstoffe wie Rotenbeetemasse da diese den Stuhl dunkel färben und lange im Darm sitzen bleiben, was dazu führt, dass der Stuhl sehr fest ist - Ein beliebter Verkaufspunkt vieler Hersteller. 

Auch benutzen die Fertigfutterhersteller gerne Bezeichnungen wie „Zellulose“ was meist einfach ein schöner Name für Sägemehl ist. Zellulose (Cellulose) ist laut Definition: ein pflanzliches Polysaccharid mit linearem Aufbau aus Cellobiose- bzw. Glucose-Molekülen. Unlöslich in Wasser, löslich in konzentrierter Phosphorsäure, kalten konzentrierten Laugen; durch konzentrierter Mineralsäuren hydrolysierbar bis zur Glucose; natürlich vorkommend in der Zellwand von Mikroben u. Planzen (bis zu 50% des Holzes). Kann durch Cellulasen bei Pflanzenfressern bakteriell abgebaut werden. Wird technisch gewonnen als Zellstoff. (Lexikon Medizin , Urban & Schwarzenberg 1997)

Oder, anders ausgedrückt, kein geeignetes Hundefuttermittel.

 

Der Hund ist ein Karnivor!

Wie sein Vorfahr der Wolf, gehört der Hund zur Ordnung der Karnivoren wobei der Wolf eigentlich kein reiner Fleischfresser ist. Außer Beutetiere frisst der Wolf noch Obst, Kräuter, Beere, Gräser, Wurzeln, Insekten und auch den Kot der Pflanzenfresser. Überwiegend frisst der Wolf jedoch Großwild; von dem Beutetier wird alles aufgefressen bis auf die größeren Knochen, ein Großteil der Haut und Fell und ein Teil des Magen/Darm Inhalts.

Durch den Verzerr des ganzen Tieres bekommt der Wolf alle für ihn lebenswichtige Nährstoffe;  Eiweiß, Fett, Mineralien, Vitamine, Enzyme und Ballaststoffe.

Der Hund hat das Gebiss eines Karnivors, mit kräftigen Eckzähnen um die Beute zu greifen und Backenzähne mit scharfen Kanten um Fleisch und Knochen durch beißen zu können.

Im Gegensatz zu Pflanzenfressern, hat der Hund keine Verdauungsenzyme im Speichel und produziert vergleichsweise sehr wenig Speichel. Hundespeichel ist sehr zähflüssig und dient als Gleitmittel für die Nahrung, die beim Fleischfresser meist aus größeren Brocken besteht.

Der Magen des Hundes ist im Vergleich zu Pflanzenfressern sehr groß; 8 x so groß wie ein Pferdemagen relativ zum Körpergewicht. Die Magensäure des Hundes enthält die 10-fache Menge an Salzsäure wie die des Menschen und hat ein pH von unter 1 mit Nahrung im Magen im Vergleich zum Menschen, der ein pH von 4-5 im Magen hat. Die Produktion der Verdauungssäfte erfolgen beim Hund durch den Schlüsselreiz Fleisch.

Der Darm des Hundes ist sehr kurz im Vergleich zum Darm des Pflanzenfressers. Die vollständige Verdauung von den Nahrungsmitteln Fleisch und Knochen beträgt max. 24 Stunden beim Hund im Vergleich zu den enorm langen Verdauungszeiten bei pflanzlicher Nahrung von 4-5 Tagen.

All diese Fakten sprechen eindeutig dafür, dass der Hund ein Fleischfresser ist und eine auf Getreide basierende Ernährung grundsätzlich falsch ist für diese Spezies.

Der hohe Getreideanteil von Fertigfutter verursacht einige Probleme beim Hund. Die Magensäfte werden nicht ausreichend gebildet weil der Schlüsselreiz Fleisch fehlt, folglich werden Bakterien nicht abgetötet, es kommt zu Fehlgärungen, Durchfall, Magenumdrehungen und Parasitenbefall. Die Bauchspeicheldrüse ist überfordert mit der Produktion von Enzymen zur Verdauung von Getreide weil kaum Enzyme in dem hocherhitzten Fertigfutter mehr vorhanden sind und die Verdauung des Hundes auf großen Mengen von pflanzlicher Nahrung keineswegs eingestellt ist.

Das Kochen von tierischen Eiweißen verändert viele der Aminosäuren-Ketten und macht sie für den Hund größtenteils unbrauchbar. Eiweiße werden durch das kochen schwer verdaulich und viele Mineralien gehen durch das kochen verloren. Auch wenn man das Kochwasser hinzufüttert, sind diese Mineralien größtenteils nicht mehr verwertbar für den Hund. Der Hund hat andere Aminsäurenbedürfnisse wie ein Pflanzenfresser und diese Aminosäuren sind fast alle in rohem Fleisch enthalten. Ohne diese Aminosäuren kann der Hund kein gesundes Gewebe und kein gesundes Immunsystem aufbauen.

Das Fett im Fertigfutter wird durch Konservierungsmittel wie Ethoxiquin, BHA und BHT haltbar gemacht. Diese Konservierungsmittel können die Bildung von weißen Blutkörperchen verhindern, das Immunsystem schwächen und die Aufnahme von Glucose blockieren und dürfen wegen den Verdacht krebserregend zu sein bei Nahrungsmittel für den Humanverzehr nicht eingesetzt werden. Omega 3 Fettsäuren fehlen meist gänzlich im Fertigfutter weil sie nicht lange haltbar gemacht werden können.

Letztendlich sind gekochte Nahrungsmittel völlig tot. Vitamine, Mineralien, Enzyme und Aminosäuren werden zerstört oder in einen unbrauchbaren Zustand verändert. Teilweise werden diese Zutaten dem Fertigfutter nachträglich zugeführt, aber oft sind es billige chemisch hergestellte Präparate die nur schwer verarbeitet werden können.

Im günstigsten Fall überlebt der Hund scheinbar gesund; andernfalls kommt es zu Erkrankungen. Das Immunsystem wird geschwächt durch den Mangel an Enzyme, Aminosäuren, Antioxidantien und essentielle Fettsäuren; die überforderte Bauchspeicheldrüse funktioniert nicht mehr richtig;  durch die fehlende Zahnhygiene entstehen Zahnstein und chronische Entzündungen im Maul, die wiederum das Immunsystem schwächen. Einige Neue unabhängige Untersuchungen haben gezeigt, dass der Zahnstein und der darauffolgende Gingivitis (Zahnfleischentzündung) eine Immunschwäche verursacht beim Hund.

Inzwischen gibt es diverse Diätfutter um die Erkrankungen zu behandeln die durch das Füttern von Fertigfutter überhaupt erst entstanden sind. Wenn es nicht so traurig wäre könnte man über diese Ironie lachen.

 

Was nun?

Um den Gesundheitszustand ihrer Hunde sehr besorgt, haben sich immer mehr Züchter und Hundebesitzer in den letzten Jahren mit der Ernährung ihrer Hunde befasst. Dabei sind viele auf der natürlichen, artgerechten Ernährung mit rohem Fleisch und Knochen gekommen. Ältere, fast vergessene Bücher, wie die von Juliette de Bairacli Levy fanden auf einmal neue, begeisterte Leser und viele neue Bücher kamen auf den Markt.

Juliette de Bairacli Levy möchte ich noch kurz erwähnen, denn diese außergewöhnliche Frau hatte bereits in den 50iger und 60iger Jahre vor der Gefahr des Fertigfutters und Impfungen gewarnt und immer die Ernährung mit frischen, rohen Zutaten befürwortet. Einige wenige Züchter, die ihre „natural rearing“ Methoden über Jahrzehnte treu blieben berichteten von durchgängig gesunden Hunden in Zeiten wo man zunehmend von kranken Hunden hörte.

Inzwischen füttern viele Menschen ihre Hunde nach den Prinzipien von BARF mit wachsender Begeisterung und berichten von erstaunliche Verbesserungen des Gesundheitszustandes ihrer Hunde. Hautprobleme verschwinden, die Hunde haben mehr Energie, die Hündinnen haben mit der Trächtigkeit und der Welpenversorgung weniger Probleme und die Welpen wachsen langsamer und gesunder auf. Viele bestehende gesundheitliche Probleme verschwinden oder verbessern sich nach der Umstellung auf BARF.

Bei der Natürlichen Ernährung versucht man, die Nahrung eines wild lebenden Kaniden nachzuahmen. Da es wohl kaum möglich ist ganze wild- lebende Tiere zu verfüttern, muss man sich mit den Nahrungsbedürfnissen des Hundes bekannt machen. Es kann zu einer Fehlernährung kommen, wenn man nur Fleisch füttert. Es gibt einige Sachen zu beachten, z.B. das Alter vom Tier, der Gesundheitszustand und natürlich das der Hund mit allen Nährstoffen in ausreichenden Mengen versorgt ist.
Dazu gibt es heutzutage im Internet viele Informationen und Foren wo man sich Unterstützung und Rat suchen kann. Auch können Sie sich an einem Tierheilpraktiker oder Tierarzt wenden, der sich mit diesem Thema auch gut auskennt. Am Ende dieses Beitrags finden Sie einige Links und Buchtitel die sich mit der Artgerechten Ernährung befassen. Aber nur Mut, diese art von Fütterung ist viel einfacher als man denkt.

 

Vorurteile

Viele Hundebesitzer haben Bedenken BARF zu füttern weil von Seitens Fertigfutterhersteller und Tierärzte immer wieder vor dem Füttern von rohem Fleisch und Knochen gewarnt wird. Rohes Fleisch ist gefährlich – der Hund wird Parasiten oder Salmonellen bekommen heißt es. Nur durch Fertigfutter können die Nahrungsbedürfnisse des Hunde gedeckt werden heißt es. Knochen sind lebensgefährlich heißt es. Es wird viel zu teuer und viel zu viel Zeit in Anspruch nehmen heißt es.

Wie oben schon erklärt worden ist, besitzt der Hund das Verdauungsapparat eine Karnivors; das heißt die gesamte Verdauung des Hundes ist auf rohes Fleisch und Knochen eingestellt. Salmonellen, Bakterien und Parasiten sind allgegenwärtig – ein gesunder Organismus wird damit problemlos fertig. Die Magensäure des Hundes ist sehr stark und kann Knochen, Knorpel und Fleisch problemlos verdauen. Da die Magensäfte durch den Schlüsselreiz Fleisch erst ausreichend produziert werden, werden bei der Rohernährung Bakterien vernichtet und es kommt äußerst selten zu einem Parasitenbefall.

Die Notwendigkeit alle lebenswichtigen Nährstoffe bei jeder Mahlzeit zu verabreichen ist nicht gegeben. Eine solche Behauptung kann nur ein Tierfutterhersteller machen. Die Ausgewogenheit findet über einen Zeitraum von mehreren Wochen statt, wie es auch in der freien Natur passiert. Bei einer rohen, natürlichen Ernährung ist es deswegen nicht weiter schlimm, wenn ein Hund mal eine gewisse Zeit etwas einseitig isst, vorausgesetzt man füttert in der Regel recht abwechslungsreich.

BARF zu füttern ist nicht wesentlich zeitaufwendiger oder teurer als Fertigfutter zu füttern. Am Anfang machen sich viele Sorgen, dem Hund könnte etwas fehlen und neigen dazu, zu viele Ergänzungsmittel zu füttern oder darauf zu achten das der Hund täglich alles bekommt. Mit der Zeit legen sich diese Sorgen, und der Zeitaufwand wird geringer. Fleisch und Knochen, die man zur BARF Ernährung nutzt, sind meist auch Überbleibsel der Menschlichen Nahrung und deswegen nicht teurer als ein mittelmäßiges Hundefutter.

 

Vorteile

·         Kein Zahnstein

·         Kein übler Hundegeruch

·         Weniger Parasiten

·         Starkes Immunsystem

·         Wesentlich kleinere Kotmengen

·         Starke Bänder und Sehnen

·         Bessere Muskulatur

·         Erleichterung bei Arthritische Erkrankungen

·         Weniger Wachstumsprobleme

·         Risiko von Magendrehung drastisch reduziert

 

In der Praxis

Da Hunde verschieden sind, müssen Sie Ihren Hund gut beobachten und gegebenenfalls den Ernährungsplan auf ihrem Hund abstimmen. Es gibt Hunde, die kein Getreide vertragen, oder rohes Fleisch und Knochen anfangs nicht ohne weiteres verdauen können. Manche Hunde mögen Innereien oder Gemüse einfach nicht. Der folgende Diätplan ist nur als Anhaltspunkt gedacht. 

Fleisch sollte in möglichst großen Stücken oder am Knochen gefüttert werden, da das Kauen wichtig für die Zahnpflege ist. Fleisch und Getreide nicht mischen, ansonsten können Blähungen entstehen. D.h. der Hund muss in der Regel zweimal täglich gefüttert werden, wenn Sie Getreide füttern möchten. Dieses ist aus zwei Gründen besser, erstens ist es gut, Zutaten zu trennen, zweitens ist die Gefahr einer Magenumdrehung wesentlich geringer, wenn die Futterration auf zwei Mahlzeiten aufgeteilt wird. 

Einmal wöchentlich sollten nur Flocken oder Gemüse gefüttert werden, gefolgt von einem Fasttag, d.h. 5 Tage wöchentlich Fleisch füttern, einen Tag fleischlos, und einmal fasten. Wenn der Hund das Fasten nicht gut verträgt, reicht es auch wenn man ein mal pro Woche fleischlos füttert.

Sie können das Gemüse entweder alleine als Mahlzeit geben oder zum Fleisch beifüttern. Es gibt Hunde, die das Gemüse nicht so gerne essen. In diesem Fall kann man entweder Hackfleisch oder Thunfisch dazu mischen oder Leber mit dem Gemüse pürieren. 

Wenn wir davon ausgehen, dass der Hund zweimal am Tag gefüttert wird, also 12 Mahlzeiten/Woche,  sollten bei 8 Mahlzeiten Fleisch/Knochen dabei sein, 4 mal Gemüse und ca. 4 mal Getreide/Milchprodukte.

z.B.:
4 reine Fleisch/Knochen Mahlzeiten
4 Fleisch/Knochen und Gemüse Mahlzeiten
4 Getreide/Milchprodukte Mahlzeiten

Wenn Sie Getreidefrei füttern möchten, sollte das Gemüse 10-25%; die Fleisch/Knochen 75-90% der Gesamtration sein. Der Knochenanteil sollte nicht 30% der Gesamtration übersteigen.  

Getreide Mahlzeit: Flocken mit Buttermilch, Ziegenmilch oder Karottensaft. Dazu ab und an ein Ei oder Hüttenkäse, Joghurt usw.  Es gibt Hunde, die Getreideprodukte nicht vertragen, bzw. Allergisch sind. Es ist nicht notwendig Getreide zu füttern und kann durchaus  weggelassen werden. Bei Allergischen, arthritischen oder krebskranken Hunden sollte kein Getreide gefüttert werden

Fleischmahlzeit: Fleisch und Knochen mit Kräutermischung und Ölmischung 

Gemüsemahlzeit: frisches, püriertes und/oder sehr leicht gedünstetes Gemüse & Grünzeug - auch mit Leber, Joghurt oder Hüttenkäse. Dazu Öl (1- 2 Te) 

 

Die Zutaten

Flocken – Hafer, Gerste, Hirse, Amaranth, Roggen, Weizenkleie, Kokosflocken, Maisgrieß oder Flocken 

Fleisch/Knochen -  Rind: Muskelfleisch, Herz, Milz, Niere, Pansen, Blättermagen, Leber, Schlund, Kopffleisch, alle Knochen insbesondere die weicheren

Lamm: Wie Rind nur nicht Magen

Huhn: Ganze Hühner, Hälse, Rücken (nur roh!!)

Fisch: Ganze Fische nur roh

Eier: Mit Schale, roh

Innerein: nur ein-zwei mal pro Woche
Leber ca. 200-300g (30 Kg Hund)
Pansen/Blättermagen 1-2 X pro Woche  

Schweinefleisch meiden oder gut abkochen!!

Gemüse – Salate, Möhren, Zuchinni, Broccoli, Keimlinge, Löwenzahn, Brennessel, Schachtelhalmgras, Eigentlich alles, um so grüner um so besser, immer abwechseln.
Rohe Kartoffeln, Avocados und Zwiebeln meiden
.

Obst Äpfel, Bananen, Trauben, Apfelsinen, Kiwis usw.

Kräuter – Seealgenmehl, Alfalfa, Brennessel, Dill, Löwenzahn, Borretsch, Petersilie

Öle Fischöl, Distelöl, Olivenöl, Leinsamenöl, Borretschöl, Nachtkerzenöl, Abwechselnd. Lebertran (Vit A u. D)  - 1 Te. 1-2 X  Woche vor allem im Winter

Vitamine - Vit C -  100-500mg tägl., Vit E  - 20-80 mg 3-4 X Woche, B Komplex - bei Stress oder krankhaften Zuständen
1 x Woche eine Prise Meeressalz

Beispiel Ernährungsplan

 

Empfohlene Literatur:

Deutsch
”Hilfe, Mein Hund ist Unerziehbar” von Vera Biber
“Hundezucht naturgemäß mit Liebe und Verstand“ von Ilse Sieber & Eric H. W. Aldington
“B.A.R.F. – Biologische, Artgerechte Rohe Fütterung“ von S. Simon – zur Zeit nur als Broschüre erhältlich; Buch voraussichtlich Herbst 2003  
"Mein Hund, Natürlich Gesund" Unabhängiger Ratgeber zur Förderung      der Gesundheit Ihres Hundes mit dem Schwerpunkt Ernährung (Bestellinfos - http://surf.agri.ch/dierauer)
„Das Neue Kräuterhandbuch für den Hund“ von Juliette de Bairacli Levy – voraussichtlich im Winter 2003 erhältlich

Englisch
”The Complete Herbal Handbook for the Dog and Cat” von Juliette de Bairacli Levy
”The Holistic Guide for a Healthy Dog” von Wendy Volhard und Kerry Brown
”Raw Meaty Bones” von Dr. Tom Lonsdale
”Natural Nutrition for Dogs and Cats – the Ultimate Diet” von Kymythy Schultze
”Give your Dog a Bone” von Dr. Ian Billinghurst
”Grow your Pups with Bones” von Dr. Ian Billinghurst

 

Internetseiten:

Deutsch
http://www.barfers.de  - BARF und Naturheilpraktik für Hunde
http://www.gesundehunde.com - Internetpräsenz der Gruppe Gesunde Hunde - mit Forum!
http://surf.agri.ch/dierauer - Homepage von Silvia Dierauer - BARF und Bouviers
http://www.courtneys.de - Homepage von Cordula & Beagle Courtney - viele Infos zu BARF
http://de.groups.yahoo.com/group/D-BARF - offene BARF-E-Gruppe
http://de.groups.yahoo.com/group/gesunde_hunde - E-Gruppe zum Austausch über Ernährung und Naturheilpraktik für Hunde
http://www.futterfibel.de - Seite über artgerechte natürliche Ernährung

http://www.aussies-online.de/futter1.html
- Guter Artikel über Hundeernährung

Englisch
http://www.barfers.com - Die offizielle BARF-Homepage von Jane Johnson - mit Liste aller BARF E-Gruppen
http://www.geocities.com/HotSprings - Shirley's Wellness Cafe. Die umfassendste Seite über Naturheilpraktik überhaupt.
http://home.hawaii.rr.com/wolfepack/foodcht3.html - Zutaten verschiedener Hundefuttersorten
http://www.jps.net/punchie/barf.htm – BARF-Homepage
http://www.api4animals.org
- Interessanter Artikel über Hundefutterzutaten
http://www.rawmeatybones.com – Dr. Tom Lonsdales Homepage

 

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